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Zahlreiche Männer aus Arnsdorf

... Der Platz war unter dem Namen „Legstatt“ bekannt. Etwa um 1930 wurde die Arbeit eingestellt, die Maschinen verkauft und das Holzgebäude verfiel. Bei der Anlegung des Sportplatzes mussten bei der Planierung noch die Betonfundamente für den Gatter entfernt werden.
Gleichfalls von kurzer Lebensdauer war der Ziegelofen, der sich auf Parzelle 782/2 befand und in Besitze von Eckl war. Später kaufte ein König diesen Grund und ebnete alles ein. Der Ziegelofen wurde geschleift. Er grenzte an die Landesstraße nach Schenkenbrunn bei der Abzweigung des „Römerweges“. Die Ried heißt noch beim „Ziegelofen“. Der große Graben, der sich bis zum Dürrnbach hinzog, wird vielen noch bekannt sein. War er doch als Mülldeponie verwendet worden. Der Graben lieferte das Material für die Ziegel. Diese waren nicht von besonderer Qualität. Von einem Haus wissen wir sicher, dass es mit Ziegeln aus dieser Ziegelei erbaut wurde. Es ist das Gasthaus Zeller, das allerdings bereits 1895 errichtet worden war, aber 1908/09 mit Arnsdorfer Ziegeln umgebaut oder vergrößert wurde. Die Ziegelei fand schon vor dem 1. Weltkrieg ihr Ende.
Auf dem alten Weg, der von Mitterarnsdorf nach Schenkenbrunn führte, bekannt unter dem Namen „Römerweg“, finden wir noch das sogenannte „Türkentor“. Es dürfte sich dabei um eine Befestigungsanlage aus der Türkenzeit handeln. Ob dieses Tor viel genützt hat, wissen wir nicht. Jedenfalls waren die Türken auch in Arnsdorf und richteten Schaden an. Aus dieser Zeit werden nämlich verschiedentlich „Öden“ und „Brandstätten“ erwähnt.
Nach dem 2. Weltkrieg, in den Jahren nach 1965 bis heute, setzte eine rege Neubautätigkeit ein. Es gab auch zahlreiche Umbauten. So weist uns die Gemeindestatistik für das Jahr 1988 in Bacharnsdorf 22 Häuser und 27 Haushalte aus. Damit inbegriffen sich auch die sogenannten „Zweitwohnsitze“. Die Bevölkerungszahl wird mit 78 angegeben, Bewohner, die aber nicht ständig hier wohnen.
War die Bevölkerung bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts ausschließlich in der Landwirtschaft tätig, so ändert sich dies grundlegend im 20. Jahrhundert. Heute finden wir bestenfalls einige Nebenerwerbsweinhauer. Alle übrigen Bewohner sind Angestellte oder Arbeiter. Sie müssen, da es hier im Ort kaum Verdienstmöglichkeiten gibt, auspendeln und auswärts ihren Lebensunterhalt finden. Trotz der zahlreichen Neubauten sinkt die Einwohnerzahl. Vereinzelt bemühen sich Hausbesitzer um den Fremdenverkehr, der vor dem 2. Weltkrieg bei einfachsten Wohnverhältnissen eine größerer Bedeutung als heute hatte. Doch was nicht ist, kann noch werden!

Verkauf des Spitalhofes