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Verkauf des Spitalhofes

... der Weingärten an den Arnsdorfer Hofmeister Michael ÖLLER und seiner Frau Agnes zu Leibgeding zugestimmt. Das „Bstandsgelt“ (Pacht) betrug 90fl im Jahr. Das Spital hatte aber weiter für die Grundsteuer, für Maut in Aggstein und für Aufschlag zu zahlen. Rechnet man die Transportkosten dazu, so kam der Spitalmeister in seiner Rechnung auf 14 fl je Eimer in den Jahren 1603 und 1604. Pachtnachfolger Öllers waren Wolfgang und Magdalena MÄDLER. 1651 entschloss sich die Spitalsverwaltung zu größeren Erneuerungsarbeiten am Spitalhof in Pach Arnstorf. In diesen Jahren überwogen die Einnahmen aus dem Weingartenbesitz die Ausgaben. Dennoch erfolgten 1664 zwei Teilverkäufe an zwei Arnsdorfer Weinbauern. Der eine bezahlte 300 fl und 12 Taler Leykaufgeld, der anderen 274 fl. Warum laut Dekret des Erzbischofs Franz Anton v. Harrach (1709-1727 ) vom 31.10.1714 „den Hof und Weingewächs zu Pacharnsdorf dem Paul SCHMELZ um 800 fl ex causa evidentis utilitatis Hospitalis“ (Wegen offensichtlicher Nützlichkeit für das Spital) zu verkaufen war, ist nicht zu ersehen. Die tatsächliche Verkaufssumme im Kaufvertrag lautete auf 900 fl und 36 fl Leykauf.
Für das Jahr 1571 finden sich folgende Eintragungen im Rechenbuch des Spitals:
Neue Fässer............................................................. 16fl
Transport der Fässer von Salzburg-Arnsdorf ............. 16fl
Steuer in das Landhaus.............................................. 8fl
Hans Sturm, Diener des Spitalmeisters,
mit Roß nach Arnsdorf............................................... 8fl
Verpflegkosten für Sturm in Arnsdorf.......................... 2fl
Heu, Stroh, Hafer für das Pferd u.a. ........................... 6fl
Weintransport Arnsdorf-Salzburg über Passau.......... 526fl
Burgrechtspfennig für 1571........................................ 2fl
Hofmeister in Passau.................................................. 9fl
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zusammen............................................................. 539fl

Der Spitalhof war das Haus Nr. 3. Derzeitige Besitzer Josef und Josefine Hick aus Mitterarnsdorf. Bis 1795 war die Wirtschaft im Besitz der Familie Schmelz, und in der Folge bis 1980 gehörte sie der Familie Hubmayer. Für dieses Anwesen gab es sogar ein eigenes „Aftergrundbuch“, das im NÖ Landesarchiv noch aufliegt. Zweifellos hatten die Inhaber dieser Wirtschaft das Recht, bis 1848 für verschiedene Grundstücke, die im Aftergrundbuch aufschienen, eine Grundsteuer einzuheben.
Im 15. Jahrhundert finden wir im Banntaiding von Arnsdorf 145 Feuerstellen angeführt. Davon gab es in Bacharnsdorf 11 Stellen. Das heißt, es waren 11 Häuser vorhanden. 1553 verfaßte Johann GÄMPEL, Hofmeister des Domkapitels in Salzburg (es war dies der Niederhof, nachmaliger Pfarrhof) für Arnsdorf ein Grundbuch, das bis 1597 fortgesetzt wurde. Dazu gehörten zu Pach 10 Besitzer. 1693 verkauft die NÖ Landschaft dem Erzbischof Johann Ernst (1687-1709) das Drittel der Steuer oder doppelten Gült von dem Bürgerspital zu Salzburg in Bacharnsdorf.
Die NÖ Topographie von 1795 führte für dieses Jahr 12 Häuser in Bacharnsdorf an. 1822 sind es 13.
1835: 14 Häuser 81 Bewohner
1870: 14 Häuser 82 Bewohner
1878: 14 Häuser 80 Bewohner
1858: 14 Häuser 79 Bewohner

In der Fassion von 1787 der Herrschaft Arnsdorf werden für Bacharnsdorf 13 Häuser mit folgenden Besitzern ausgewiesen:
Nr. 1 Philipp Höbenstreit
Nr. 2 Johann Höbenstreit
Nr. 3 Thomas Schmelz
Nr. 4 Josef Neuwirh
Nr. 5 Franz Haselböck
Nr. 6 Franz Grueber
Nr. 7 Josef Neuwirth
Nr. 8 Adam Tenner
Nr. 9 Josef Karner
Nr. 10 Adam Friedl
Nr. 11 Ignaz Vorlaufer
Nr. 12 Josef Lindmayer
Für die Nr.13 ist kein Besitzer ausgewiesen.
Die Franzisz. Fassion von 1822 weist folgendes Bauparzellenprotokoll für Bacharnsdorf auf:
Nr. 1 Hebenstreit Karl
Nr. 2 Hebenstreit Johann
Nr. 3 Hubmayer Johann
Nr. 4 Gritsch Johann
Nr. 5 Haselböck Franz
Nr. 6 Gruber Josef
Nr. 7 Gritsch Johann
Nr. 8 Rammer Mathias
Nr. 9 Karner Josef
Nr. 10 Friedl Michael
Nr. 11 Schweighofer Theres
Nr. 12 Lindmayer Anton
Nr. 13 Denk Johann
Im Jahre 1833 wurde das Haus Nr.14 zur Zeit Besitzer Grubauer, erbaut. Es gehörte vormals Franz u. Ottilie Eckel. Aus einem Verzeichnis über Bodenschätze in Niederösterreich lesen wir, dass Eckl in Bacharnsdorf Pegamit (Gestein, das Quarz und Kalifeldspat enthält) abbaute.
Dieses Material wurde in einer Keramikfabrik in Fürth verwendet. Wahrscheinlich handelt es sich bei Fürth um einen Ort in Pinzgau bei der auffahrt zur Großglocknerstr. Über Liefermengen und Transport erfahren wir nichts. Als Anzahl der Beschäftigten wird 1 Arbeiter angegeben. Auch die Häuser Nr. 15 und 16 wurden um die Jahrhundertwende erbaut.
In Bacharnsdorf wurde auch Kalk abgebaut und wahrscheinlich auch gebrannt. Bereits 1510 wird ein Flurnahme „Kalchgasse“ genannt und zwar in Bacharnsdorf. Desgleichen taucht auch der Flurnahme „Kalchspergerin“ auf. Bei Haus Nr. 15 führt ein Wegwieser zu einer Kalkhöhle.
Auf den Parzellen 107 und 108, dem heutigen Sportplatz des SC- Arnsdorf, eine Dampfsäge der Gutsherrschaft. Das Langholz wurde aus den Herrschaftswäldern mit Pferdefuhrwerken zur Säge gebracht und dort zu Bauholz und Brettern geschnitten. Auf dem Donauweg wurde dieses Schnittholz wie auch Blochholz verfrachtet und geflößt.

Zahlreiche Männer aus Arnsdorf
Erste bisher bekannt schriftliche Urkunde