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Erste bisher bekannt schriftliche Urkunde

wir in einem Abgabenverzeichnis der Ämter Ober-Wölbling und Arnsdorf von der Grundherrschaft (Salzburg) aus ca. 1250, die allerdings auf eine frühere Verlage zurückgeht. Dort heißt es: “...Item apud Hofe est molendium solvens den. Lib.7...“ Das heißt, dass es bei der Grundherrschaft mit dem Sitz in Hofarnsdorf eine Mühle gab, für die im Jahr 7 Pfund an Abgaben zu leisten waren. Wir wissen ,dass diese Mühle im Tal des Dürrnbaches stand. Das Gebäude ist noch erhalten, aber nicht mehr die Mühle. Es ist das Haus Bacharnsdorf Nr. 11. Seit 1625 kennen wir auch die Namen der Müller auf dieser Mühle. Nachdem die Menschen der damaligen Zeit Selbstversorger waren, war eine Mühle unbedingt notwendig. Noch dazu, wenn wir bedenken, dass es weder donauaufwärts noch danauabwärts von Arnsdorf eine durchgehende Straße gab. Die einzige Verbindung zur Umwelt war der Wasserweg auf der Donau oder der mühsame Marsch durch den Wald noch Süden . Im gleiche Abgabenverzeichnis finden wir auch das Fährrecht über die Donau, das aber sicher nicht von Bacharnsdorf ausging, sondern wahrscheinlich von Ober- oder Mitterarnsdorf.
Im Jahre 1311 gibt Leutold von Kuenring dem Erzbischof Conrad IV. (1920-1312) den Pachtweingarten zu Pach unterhalb Arntorf auf. 1336 und in den folgenden Jahren taucht ein Mühlweingarten auf, der verschiedentlich vergeben wurde. Heinrich von Lampoding verfügt 1336, dass all seine „Weingärten Burkrecht an garten, häuser und Pressen, die er erkaufft, gelegen in der Wachau zu Arntord, nach seinem Ableben zum Spital St. Blasius fallen sollen. 1347 vermachte Martin STECHER dem Spital Haus und Weingarten in Pach, 22 Eimer Most, Wein, schwarzes Bier und Weingeist. Mit diesen Schenkungen tritt in Arnsdorf eine neue Institution aus Salzburg auf. Ist es in Oberarnsdorf das Petersstift und das Frauenkloster auf dem Nonnberg, in Hofarnsdorf die Grundherrschaft des Erzbischofes, in Mitterarnsdorf das Salzburger Domkapitel, so ist es jetzt in Bacharnsdorf das Salzburger Bürgerspital St. Blasius. Der Wirtschaftskörper brauchte einen sicheren Weinbezug für die Pfründner als Bestandteil ihrer Verpflegung. Waren schlechte Weinjahre, so kauft man Wein dazu. Die Weingärten waren um den dritten oder vierten Eimer vergeben. Dies ist einen Pachtform, die bis in unsere Zeit üblich war. Im Jahre 1563 mussten infolge eines Frostschadens von 1561 190 Eimer um 292 Gulden dazugekauft werden. Weshalb: „...all (Weinstöck) 331/2 Joch erfrert, so dem Spital zuegehörig...wiederum seint erpaut worden.“ Bei guten Ernten konnte ein Teil des Weines bereits in Österreich als Heuriger ausgeschenkt werden. Zur Weinlese begab sich ein Mann zu Pferd von Salzburg nach Linz und von dort auf dem Wasserweg der Donau nach Arnsdorf. Hier bleib er ungefähr drei Wochen. Darüber war ein „Spitalshofmeister“ oder „Pfleger“ in Arnsdorf mit der Wahrnehmung der Rechte und Pflichten des Bürgerspitals betraut. Als 1561 für den Pfleger viel Arbeit anfiel, erhielt er als Ehrung „1/4 Muskateller, ¼ Wipacher und 12 Pamerantschen“ (Pfirsiche). Die Weinwirte von Salzburg kauften auch Wein vom Bürgerspital. Im allgemeinen weisen die Rechnungsbücher einen Gewinn aus der gesamten Weinwirtschaft von 250 bis 350 Gulden auf.

Verkauf des Spitalhofes
Sehr früh hören wir schon von Bacharnsdorf.